Allgemeines

Unsere Vorstände
Vereinsvorsitzende seit der Gründung im Jahr 1910:
Fritz Beer † (1910 bis 1912)
Hans Lober † (1913 bis 1922)
Hans Eckerlein † (1922 bis 1928)
Georg Öchslein † (1928 bis 1933)
Hans Fischer † (1945 bis 1979)
Gerhard Gumpert (1979 bis 1981)
Dr. Jürgen Danowski (1981 bis 1985)
Karl Neusius (1985 bis 1987)
Gerhard Raab (1987 bis 1996)
Ute Jäger (1996 bis 2004)
Thomas Engelhardt (seit 2004)
 
Ehrenvorsitzende(r):
Ehrenvorsitzende(r):
Hans Fischer †
Gerhard Raab
Ute Jäger
Danksagung
Dank der Stadt Gunzenhausen mit ihren jeweiligen Bürgermeistern für die Unterstützung der Vereinsbelange, sei es durch die jährliche Sportförderung oder andere finanzielle und ideelle Unterstützung.
Dank den zahlreichen aktiven und passiven Mitgliedern für ihre - teilweise langjährige - Beitragszahlung, den örtlichen Firmen mit ihrer Werbung oder durch Sachspenden, oder den vielen ehrenamtlichen Helfern, auf die jeder Verein einfach angewiesen ist.
Und schließlich seien alle Spartenleiter mit ihren Mitarbeitern genannt: ohne Sparten kein Sportbetrieb. Im FC sind sieben Sparten etabliert: Fußball, Tennis, Tischtennis, Rock'n Roll, Gymnastik, Schach und Akrobatik für Kinder und Akrolight für Erwachsene. Die innere Struktur der Vereinsführung hat sich gut bewährt: der geschäftsführende Vorstand in Zusammenarbeit mit den sich selbst verwaltenden Sparten.
Clublied

1. FC 1910 Gunzenhausen Clublied

Freunde lasst die Clubrerfahne
in den Lüften wehn.
Schwarz und Blau sind unsre Farben,
niemals werden sie untergehen.
Drum ihr Neunzehnhundertzehner,
haltet euer Wort!
Haltet euren Club in Ehren,
dass er blühe fort.

Unser Torwart, auf der Lauer,
schaut bedächtig drein.
Die Verteidigung wie ´ne Mauer,
hauet alles kurz und klein.
Und die Half der Helfeshelfer
schiebet kräftig vor,
dass die kleinen FC-Stürmer
schießen Tor auf Tor.

Haben wir ein Spiel verloren,
lasst das Jammern, Jammern sein!
Werden wir noch mehr trainieren,
dann wird´s wieder besser sein.
Unverzagt und unverdrossen,
vorwärts drauf und dran:
Wer mit Lust hat angefangen,
kommt auch vorwärts dann.

Der 1. FC, der soll leben!
Hipp hipp hurra, hipp hipp hurra,
Wir sind ihm alle treu ergeben.
Hipp hipp hurra, hipp hipp hurra.

106 Jahre 1. FC Gunzenhausen

Die Gründerjahre bis 1914
Der Anstoß zur Gründung eines Fußballclubs wurde am 12. Juli 1910 gegeben. Nach Aufzeichnungen verschiedener Gründungsmitglieder umfasste der neu gegründete Verein zehn Aktive. Fritz Beer, Fritz Finkler, Paul Finkler, Fritz Krauß, Gottlieb Kraus, Josef Knot, Karl Minnameyer, Joseph Mirlach, Konrad Rahner, Fritz Reichardt waren die Kämpen, welche des "1. Fußballclubs Gunzenhausen" Farben "Schwarz-Blau" auf dem Spielfeld vertraten. In der Versammlung vom 17. Juli 1910 wurden die ausgearbeiteten Satzungen des Vereins genehmigt, die die Buchdruckerei Schnug druckte. Die Führung der Vereinsgeschäfte wurde Fritz Beer einstimmig übertragen.
Als Sportplatz stand dem Verein der Schießwasen zur Verfügung, doch erwies sich diese Anlage als zu klein. Später gelang es der Vereinsleitung, mit der Gemeinde Sinderlach einen Vertrag über Benützung ihres Hutwasens abzuschließen.
Im ersten Wettspiel maß der junge Club seine Kräfte mit dem "Verein für Rasenspiele Nördlingen". Notgedrungen hatte sich der Vorstand dazu entschließen müssen, einen Mann ins Tor zu stellen, der nur als Reisebegleiter dem Spiel hatte beiwohnen wollen, der jetzige Leiter der Berufsfortbildungsschule in Rothenburg o. T., Direktor Rahner. Als Neuling stand der Tormann mit den Fußballregeln auf dem Kriegsfuß. Drei Selbsttore waren das Ergebnis seines Wirkens. Wenn trotzdem das Spiel noch mit 4 : 3 für Gunzenhausen entschieden werden konnte, so war dies ein Verdienst namentlich des Mittelstürmers Fritz Beer, der für damalige Verhältnisse sehr ansprechend spielte. Nach diesem ersten Erfolg erhöhte sich der Mitgliederstand zusehends. Ende 1911 gehörten dem Verein 34 Aktive an.
Die Bemühungen des Clubs, einen Spielplatz in nächster Nähe der Stadt zu erhalten, blieben vorerst ergebnislos. Später stellte Bierbrauereibesitzer Röschel eine seiner Wiesen in der Nähe des gegenwärtigen Sportplatzes vorübergehend zur Verfügung. Doch schon nach einem halben Jahr wurde dem Verein der Vertrag gekündigt und der alte Platz am Fallhof musste wieder bezogen werden.
Im Jahre 1912 kam es innerhalb des Vereins zur Spaltung. Der 1. Vorstand gründete nach seinem Austritt einen zweiten Fußballclub, den "Sportclub Bayern". Die Trennung dauerte nicht lange an. Noch im gleichen Jahr brachten es die Einigungsverhandlungen dahin, dass der "Sportclub Bayern" zu den alten Farben zurückkehrte und dem "1. Fußballclub Gunzenhausen" willkommene und wertvolle Unterstützung zuführte. Langsam, aber stetig nahm das Interesse für den Fußballsport zu; die Spielstärke wuchs in beachtenswertem Maße.
Leider war die Sportplatzfrage noch nicht in befriedigender Weise gelöst und immer wieder in Vereinsversammlungen aufgerollt. Der Spielplatz am Fallhof lag zu weit von der Stadt entfernt; die Platzmiete kam zu hoch, die Einnahmen aus den Wettspielen waren zu gering. Mit der Schaffung eines städtischen Sportplatzes konnte in absehbarer Zeit nicht gerechnet werden. Da wandte sich die Vorstandschaft an den Stadtmagistrat mit der Bitte um pachtweise Überlassung eines geeigneten Gemeindegrundstückes. Das Gesuch wurde abgelehnt und so musste der alte Sportplatz am Fallhof weiterhin für Übungsspiele dienen. Über die Zeiten finanzieller Notlage konnte der 1. Fußballclub Gunzenhausen nur dadurch hinwegkommen, dass ihn immer wieder Freunde und Gönner mit beachtlichen Zuwendungen unterstützten. Namentlich muss hierbei die Familie Finkler erwähnt werden.
In den denkwürdigen Augusttagen 1914 wurde der rege Spielbetrieb durch den Krieg unterbrochen. Für die Farben Schwarz-Blau spielten diese Fußballer in den Jahren 1910 - 1914:
Im Tor: Konrad Rahner, Joseph Mörlach, Michael Lang, Leonhard Barthel, Max Krug, Richard Meyer, Franz Bucher
In der Verteidigung: Ernst Mößner, Karl Eiden, Fritz Brändlein, Fritz Reichardt
In der Läuferreihe: Fritz Finkler, Paul Finkler, Leo Huber, Joseph Böckler, Joh. Kolb, Joseph März, Charles, Jean Wesseling, Joseph Strauß, Wilhelm Kern, Wilhelm Rottenberger, Lehnert, Fritz Eberhard, Hans Eckerlein, Fritz Eckerlein, Gottlieb Krauß, Hans Lechner, Fritz Strauß
Als Stürmer: Fritz Beer, Fritz Strauß, Karl Minnameyer, Karl Blindenhöfer, Georg Hörauf, Georg Widmann, Peter Sommer, August Mainz, Joseph Kurt, Fritz Schmied, Fritz Edelmann, Heinrich Müller, Hans Federschmidt, Bruno Waldmann
Der FC zwischen den Weltkriegen
Anfang des Jahres 1920 erwirkte der 1. FCG seine Aufnahme in den Süddeutschen Fußball- und Leichtathletikverband und der 1. FCG erfuhr eine Neubelebung ...
Die folgende Zeit brachte gewaltige Rückschläge. Der Verfall der Währung und die nun einsetzende Wirtschaftskrise raubten dem Verein das Fundament zum weiteren Aufbau. Das Gespenst der Zersplitterung brachte den Verein dem Verfall nahe. Die zähe Ausdauer und große Schaffensfreude eines Häufleins "Unentwegter" steuerte das Vereinsschifflein an diesen drohenden Klippen glücklich vorbei. Der Erfolg blieb auch nicht aus und neues Leben spross aus den "Ruinen".
Durch Gründung des Gaues Ansbach rückte der 1. FCG in die B-Klasse auf. Schon nach zwei Jahren konnte sich die eifrige Elf ... in die A-Klasse einspielen. ... Auch die unteren Mannschaften bilden einen unentbehrlichen Bestandteil und können auf schöne Erfolge zurückblicken, ebenso die Leichtathleten im 1. FCG, die beachtliche Leistungen vollbrachten und oftmals gegen stärkste Konkurrenz siegreich waren.
...als es galt, der immer brennender werdenden Sportplatzfrage endlich einmal näher zu treten. Durch die schlechte Wirtschaftslage und den dadurch bedingten Tiefstand der Vereinskasse konnte der FCG keine eigene Anlage erstehen lassen. Die nicht rastenden 1910er fanden einen gangbaren Weg, das stadteigene Grundstück an der Schmalespanstraße, das den Rasensport treibenden Vereinen von der Stadtverwaltung zur freien Benützung überlassen wurde, zweckdienlich umzugestalten. Dem Gesuch um Vergrößerung des Spielfeldes wurde erfreulicherweise sofort entsprochen: Die Geländerung wurde versetzt und ergänzt, zwei neue Tore mit massiven Tornetzen erstanden und die Rasenfläche zeigte ein neues Gepräge. Fast zu gleicher Zeit hatte es der FCG geschafft, in kurzer Zeit den neu hergerichteten Sportplatz auf eigene Rechnung mit Bretterplanken zu umgeben. Die große Bereitwilligkeit, mit der Frau M. Finkler dem Verein helfend unter die Arme griff, und das Wohlwollen des Mitgliedes, Herrn Paul Finkler-Rothenburg, ließen dieses Werk erstehen. Dank sei aber auch denen gesagt, die mitgeholfen haben in vielen Arbeitsstunden oder durch finanzielle Unterstützung, Dank und Anerkennung Herrn Vorstand Eckerlein, der alle Hindernisse hinwegräumte, Dank der Stadtverwaltung für das verständnisvolle Entgegenkommen!
Text: Auszüge aus der Festschrift zum 20-jährigen Bestehen des 1. FC Gunzenhausen, Juni 1930. Verfasser waren Fritz Krauß und Ludwig Grauf.
Der Neuanfang nach 1945

Im Juli 1910 war die Gründung des 1. FC 1910 Gunzenhausen erfolgt, ab 19. August 1933 wurde der Verein nicht mehr erwähnt bis zur Wiederaufnahme des Sportbetriebs nach der Gründungsversammlung am 24. November 1945. Der Eintrag ins Vereinsregister erfolgte am 24. Februar 1948 durch das Amtsgericht Gunzenhausen.

Dem Vorsitzenden Fischer folgten Gerhard Gumpert bis 1981, Dr. Jürgen Danowski 1981 bis 1985, Karl Neusius 1985 bis 1987, Gerhard Raab 1987 bis 1996, Ute Jäger 1996 bis 2004, seit April 2004 Thomas Engelhardt. Alle Vorsitzenden in dieser langen Vereinsgeschichte bis in unsere kurzlebige Zeit haben den FC Gunzenhausen zusammen mit ihren jeweiligen Vorstandschaften immer weiter ein Stück nach vorne gebracht. Nach dem ersten Gelände an der Schmalespanstraße war für mehrere Jahre ein FC-Gelände am Schießwasen bezogen worden und nun hat der Verein sein Zuhause ganz in der Nähe seiner ehemaligen Sportstätte mit einer schönen Sportanlage Am Sportplatz 6 gefunden. Auf einer soliden finanziellen Basis kann der Traditionsverein getrost in die Zukunft sehen.

Am 10. Juli 1981 wurde durch die Vertragsunterzeichnung zwischen der Stadt Gunzenhausen und dem FC ein wesentlicher Schritt in Richtung der neuen Anlage getan. Dem Vorsitzenden Gerhard Gumpert war damit die Weichenstellung für eine neue Ära in der Clubgeschichte gelungen. Am 27. März 1982 erfolgte der erste Spatenstich durch den damaligen Bürgermeister, Herrn Willi Hilpert und den Vorsitzenden, Herrn Dr. Jürgen Danowski, sowie Sportreferent Gerhard Gumpert.

Rund 1,5 Millionen Mark sind in den Bau der gesamten Anlage investiert worden. Im Jahr 1990 standen rund 330.000 DM Schulden zur Tilgung an. Ohne enorme Eigenleistungen während der verschiedenen Bauabschnitte in einer Höhe von etwa 260.000 DM und der jeweils erforderlichen Eigenleistungen treuer Helfer seit Fertigstellung der Sportanlage wäre auch hier die Bilanz anders ausgefallen. Mittlerweile sind nach gut 20 Jahren Sportbetrieb die ersten Renovierungsmaßnahmen fällig geworden und wiederum - wie in vergangenen Jahren - durch vereinseigene Finanzierung, durch Zuschüsse und mit Unterstützung freiwilliger Helfer in den Jahren 1996 bis 2004 realisiert worden: Ausbau der Umkleideräume im ersten Stock, Erneuerung der Heizungsanlage, Montage von Solarzellen auf dem Dach des Mannschaftsgebäudes Fußball, Erneuerung von Zaunanlage und Heckenpflanzung an der Ostseite des Fußballbereiches sowie die Befestigung der Wege im Sportgelände. Manches steht noch auf dem Wunschzettel oder auf der notwendigen Planungsseite. Ziel der Vorstandschaften wird auch weiterhin die Erhaltung der Sportanlage des 1. FC 1910 Gunzenhausen für die Zukunft sein.

 

Sanierungsmaßnahmen 2007/2008

Im Winter und Frühjahr des Kalenderjahres 2007 wurden die Damen- und Herrentoiletten der FC-Sportgaststätte saniert. Diese notwendige Sanierungsmaßnahme war bereits seit langem geplant. Dank des Einsatzes von leider nur einigen wenigen Freiwilligen mußten lediglich die Materialkosten aufgewendet werden.

Im Laufe des Herbsts des Jahres 2007 wurde mit der notwendigen Sanierung des A-Platzes sowie von vier Tennisplätzen begonnen. Die geschätzten Baukosten belaufen sich auf ca. 130.000 €. Neben einer Grundsanierung erhält der A-Platz nunmehr eine Beregnungsanlage. Ferner wurde eine Zisterne zur Wasserversorgung mit einem Volumen von 45.000 Litern zur Beregnung der Sportanlagen eingebaut. Diese wird nicht nur mit dem Rücklaufwasser der Drainage des A-Platzes gespeist, sondern auch mit dem Dachflächenwasser der Südseite des Mannschaftsgebäudes und der FC-Sportgaststätte.

Der Abschluss der Arbeiten erfolgte im Frühjahr 2008 geplant. Die Tennisplätze waren bereits in der Saison 2008 bespielbar, der A-Platz wurde zur Kirchweih im September 2008 eingeweiht.