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Schach-Bezirksliga-Spitzenreiter
Gunzenhausen gewinnt nach
1:3-Rückstand noch mit 4,5:3,5
Die Begegnung zwischen Bezirksliga-Spitzenreiter
Gunzenhausen und dem –dritten Nürnberg-Süd bot vieles von dem, was den berühmten
Nürnberger Großmeister Siegbert Tarrasch einst zu der Bemerkung veranlasst
hatte, Schach könne wie die Liebe und die Musik einen Menschen glücklich
machen. Happy waren am Ende allerdings nur die FC-Spieler, die nach furioser
Aufholjagd einen 1:3-Rückstand zunächst wettmachten und am Ende mit einem
4,5:3,5 Sieg die Spielstätte im Nürnberger Kulturforum verließen.
Die erste Entscheidung fiel nach etwa zweieinhalb Stunden an
Brett 8. Altmeister Manfred Hein unterschätzte seinen 60 Jahre jüngeren
Kontrahenten Alexander Petrashov und lehnte eine sichere Remisfortsetzung ab,
musste dann aber zu seinem Erschrecken feststellen, dass er mit einer Dame
weniger spielte. Anschließend verlor Ulrich Reichmann gegen Achim Diehl, da er
in einem Schwerfigurenendspiel eine Mattdrohung des Nürnbergers nicht mehr
abwehren konnte.
Kurz darauf verkürzte Jürgen Zollstab auf 1:2. In einem
turbulentem Opferspiel erreichte er gegen Richard Wörl ein Endspiel Springer
gegen Läufer, das er mit sehr guter Technik zum Sieg führte. Doch postwendend
stellte Nürnberg den Zwei-Punkte-Vorsprung wieder her. Peter Guthmann hatte am
Spitzenbrett gegen Karsten Bunk mit fantasievollem und mutigem Angriffsspiel
bereits eine Gewinnstellung erreicht, bevor ihm in dramatischer Zeitnot ein
spielentscheidender Fehler unterlief.
Doch wieder schlug Gunzenhausen zurück: Jan Stephan behielt
in unübersichtlicher Position den Durchblick, nahm Waldemar Klein eine Figur ab
und gewann die Partie. Gerd Fischer wiederum stand gegen Peter Erlbeck das
Glück zur Seite, denn der Nürnberger ließ eine Gewinnfortsetzung aus und hatte
danach mit einer Figur weniger das Nachsehen. Das einzige Remis des Tages
steuerte bald darauf Horst Sikorsky gegen Thomas Werner in einem ausgeglichenen
Endspiel bei, sodass nach dem 3,5:3,5 die letzte Partie entscheiden musste.
Detlef Justen hatte recht früh den Vorteil eines Turms gegen
einen Läufer erlangen können, musste sich aber lange mühen, bis er nach sechs
Stunden den Widerstand von Irfan Redzepovic überwinden und den kaum mehr für möglich
gehaltenen Siegpunkt erzielen konnte. Am nächsten Spieltag empfängt der FC im
vorentscheidendem Spiel um die Meisterschaft den Tabellenzweiten
Büchenbach/Roth.(dj)
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