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27.03.2008am:
Manfred Hein Seniorenmeister PDF Drucken E-Mail

Daniel Bolten hat die Mittelfränkische Schachmeisterschaft in Weißenburg gewonnen. Der 31-jährige Nürnberger zeigte mit sechs von sieben möglichen Punkten eine souveräne Leistung. Von Platz neun der Setzliste aus schlug er unter anderem seinen topgesetzten Vereinskameraden Jürgen Stiller von Schwarz-Weiß Nürnberg. Dritter wurde Thomas Bildt vom Schachclub Zirndorf. Bester Spieler aus dem Landkreis ist Manfred Hein vom FC Gunzenhausen. Der Routinier aus Laubenzedel vergab nach fast fünf Stunden Spielzeit im Endspiel die Möglichkeit, weiter nach vorn zu rutschen, und musste sich mit dem Seniorentitel begnügen. Ein Sieg hätte Hein auf den dritten Platz und damit aufs Siegertreppchen geführt.
An die Siegerehrung schlossen sich die mittelfränkischen Blitzeinzelmeisterschaften (Bedenkzeit fünf Minuten) an, zu der sich immerhin einige Topspieler aus dem Nürnberger Raum Blicken ließen. Nach den Turbulenzen um das Karfreitagsspielverbot haben die Meisterschaften nun auch noch einen überraschenden Sieger gefunden.

 

 
Hein’sche Raffinesse PDF Drucken E-Mail

Meister kassiert im letzten Saisonspiel erste Saisonniederlage

Am letzten Spieltag der Schach-Bezirksliga musste der bereits als Meister feststehende FC Gunzenhausen in Nürnberg gegen Noris Tarrasch gleich auf drei Stammspieler verzichten und kassierte mit 2,5:5,5 die erste Saisonniederlage. Der gelösten Stimmung tat dies allerdings keinen Abbruch.

Bald nach dem Auftaktremis von Detlef Justen und Tibor Surinya in ausgeglichener Stellung ging Noris Tarrasch mit 1,5:0,5 in Führung. Andreas Konzik startete gegen Reinhardt Sikorsky einen gefährlichen Königsangriff und erzielte entscheidenden Materialvorteil. 90 Minuten und mehrere Fehlzüge später musste Gerd Fischer seine Partie aufgeben, weil er Dr. Anatol Sargin mit seinem Springer eine unabwendbare Drohung gestattet hatte.

Anschließend einigten sich Horst Sikorsky und Wolfgang Reiser auf eine Punkteteilung, weil das Turmendspiel keine Gewinnmöglichkeiten mehr bot. Nach turbulenten Verlauf endete auch das Spitzenspiel zwischen Peter Guthmann und Peter Seeger Unentschieden, sodass Nürnberg beim Zwischenstand von 3,5 zu 1,5 nur noch einen Punkt zum Sieg benötigte. Der entscheidende Gewinn glückte Gerd Pranschke, der Richard Gajewskis unorthodoxen Spielaufbau auf drastische Weise bestrafte.

Den einzigen FC-Sieg erkämpfte Routinier Manfred Hein, der in scheinbar schlechter Stellung so spielte, als hätte Wilhelm Busch die folgenden Verse für ihn (und nicht für Balduin Bählamm) geschrieben: „Doch führt ihn bald ein tiefer Zug zu höherem Gedankenflug. Schon brennt der Kopf, schon glüht der Sitz, schon sprüht ein heller Geistesblitz.“ Und so überraschte es nicht, dass der bislang unbesiegte Tolga Ulusoy gegen die Hein’sche Raffinesse machtlos war.

Im letzten Spiel des Tages musste Ulrich Reichmann nach langer Verteidigung einsehen, dass Dr. Matthias Nudings starker Springer im Endspiel seinem von den eigenen Bauern eingeengten Läufer spielentscheidend überlegen war.

Trotz dieser Niederlage blickt der FC auf eine sehr erfolgreiche Spielzeit zurück und kämpft in der nächsten Saison nach vierjähriger Abwesendheit wieder in der Regionalliga.(dj)

 
Wieder Regionalligist PDF Drucken E-Mail
FC Gunzenhausen vorzeitig Meister der Schach-Bezirksliga

Mit einem knappen 4,5:3,5 gegen den Tabellenletzten Noris Tarrasch IV setzte der FC Gunzenhausen seine Siegesserie fort und steht damit bereits vor dem letzten Spieltag als Meister der Schach-Bezirksliga 1 und Regionalliga-Aufsteiger fest.

Wer allerdings vor der Partie geglaubt hatte, dass der Sieg gegen die vierte Mannschaft des Nürnberger Traditionsvereins nur Formsache sei, wurde im Verlauf der mehr als fünfstündigen Auseinandersetzung eines Besseren belehrt. Nach dem Auftaktremis zwischen Horst Sikorsky und Manfred Lutzky besorgte Jürgen Zollstab mit druckvollem Angriffsspiel gegen Wolfgang Rausch die FC-Führung.

Nach einem weiteren Unentschieden von Ulrich Reichmann gegen den ehemaligen FC-Spieler Fritz Meyer dauerte es dann aber weitere 90 Minuten, bis Detlef Justen im Endspiel gegen Hermann Krauß einen Freibauern zum Sieg führen konnte. Doch die Gäste steckten nicht auf und verkürzten auf 2:3. Wladimyr Wagenfeld gewann gegen Reinhard Sikorsky eine Figur, was sich als spielentscheidend erwies. Die letzten drei Partien von Peter Guthmann, Manfred Hein und Gerd Fischer endeten mit einer hart umkämpften Punkteteilung, was Gunzenhausen zum Sieg reichte.

Mit einer makellosen Bilanz von acht Siegen in acht Spielen hat der FC Gunzenhausen nach mehreren erfolglosen Versuchen den Wiederaufstieg in die Regionalliga souverän geschafft. Eine über die gesamte Saison geschlossene Mannschaftsleistung, ein harmonisches Team von jüngeren, mitteljungen und junggebliebenen Spielern sowie hin und wieder auch das Glück des Tüchtigen haben zu diesem Erfolg beigetragen.(dj)


 
Auf Meisterschaftskurs PDF Drucken E-Mail

Schach-Bezirksliga: Gunzenhausen gewinnt auch Topspiel

In der siebten Runde der Schach-Bezirksliga  besiegte Spitzenreiter FC Gunzenhausen den Tabellenzweiten SG Büchenbach/Roth nach sechs Stunden Spielzeit knapp, aber verdient mit 4,5:3,5 und verdoppelte den Vorsprung auf vier Punkte.

Den besseren Start ins Spitzenspiel erwischte der FC, der dank Jürgen Zollstabs starker Endspielbehandlung gegen Dietmar Kirch nach drei Stunden in Führung ging. Das 2:0 markierte Ulrich Reichmann. In seinem geliebten Königsgambit, einer Eröffnung aus der romantischen Epoche des Schachs, spielte er Michael Braun schwindlig und gewann mit Figurenvorteil souverän.

Büchenbach/Roth verkürzte zwar postwendend durch Matthias Margraf, der Horst Sikorsky im Mittelspiel unter Druck setzen und so spielentscheidenden Vorteil erlangen konnte, doch Manfred Hein stellte kurz darauf den Zweipunkteabstand wieder her. Der Routinier nutzte einen schwachen Zug von Jochen Dietrich konsequent aus und gewann schließlich mit zwei Mehrfiguren sicher.

Als die Partien von Peter Guthmann und Detlef Justen an den vorderen Brettern jeweils im Läuferendspiel nahezu zeitgleich Remis endeten, stand es 4:2 und der FC hatte zumindest einen Punkt sicher.

Ob es allerdings zum Sieg reichen würde, war ziemlich ungewiss, weil es in den beiden noch offenen Partien nicht gut für Gunzenhausen aussah.

Nachdem Gerd Fischer ein hoffnungsloses Turmendspiel gegen Daniel Häckler aufgeben musste, hing alles vom Ausgang der letzten Partie ab. Der Büchenbacher Herbert Adler hatte mit Figurenvorteil lange wie der sichere Sieger ausgesehen, doch der zäh kämpfende Johannnes Kiefer konnte mit finessenreichen Zügen schließlich doch noch das umjubelte Unentschieden zum 4,5:3,5-Sieg beisteuern. In den beiden Schlussrunden benötigt der FC damit nur noch ein Unentschieden, um die Meisterschaft unter Dach und Fach zu bringen.(dj)

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 16. März 2012 )
 
Sechster Sieg nach furioser Aufholjagd PDF Drucken E-Mail

Schach-Bezirksliga-Spitzenreiter Gunzenhausen gewinnt nach

1:3-Rückstand noch mit 4,5:3,5

Die Begegnung zwischen Bezirksliga-Spitzenreiter Gunzenhausen und dem –dritten Nürnberg-Süd bot vieles von dem, was den berühmten Nürnberger Großmeister Siegbert Tarrasch einst zu der Bemerkung veranlasst hatte, Schach könne wie die Liebe und die Musik einen Menschen glücklich machen. Happy waren am Ende allerdings nur die FC-Spieler, die nach furioser Aufholjagd einen 1:3-Rückstand zunächst wettmachten und am Ende mit einem 4,5:3,5 Sieg die Spielstätte im Nürnberger Kulturforum verließen.

Die erste Entscheidung fiel nach etwa zweieinhalb Stunden an Brett 8. Altmeister Manfred Hein unterschätzte seinen 60 Jahre jüngeren Kontrahenten Alexander Petrashov und lehnte eine sichere Remisfortsetzung ab, musste dann aber zu seinem Erschrecken feststellen, dass er mit einer Dame weniger spielte. Anschließend verlor Ulrich Reichmann gegen Achim Diehl, da er in einem Schwerfigurenendspiel eine Mattdrohung des Nürnbergers nicht mehr abwehren konnte.

Kurz darauf verkürzte Jürgen Zollstab auf 1:2. In einem turbulentem Opferspiel erreichte er gegen Richard Wörl ein Endspiel Springer gegen Läufer, das er mit sehr guter Technik zum Sieg führte. Doch postwendend stellte Nürnberg den Zwei-Punkte-Vorsprung wieder her. Peter Guthmann hatte am Spitzenbrett gegen Karsten Bunk mit fantasievollem und mutigem Angriffsspiel bereits eine Gewinnstellung erreicht, bevor ihm in dramatischer Zeitnot ein spielentscheidender Fehler unterlief.

Doch wieder schlug Gunzenhausen zurück: Jan Stephan behielt in unübersichtlicher Position den Durchblick, nahm Waldemar Klein eine Figur ab und gewann die Partie. Gerd Fischer wiederum stand gegen Peter Erlbeck das Glück zur Seite, denn der Nürnberger ließ eine Gewinnfortsetzung aus und hatte danach mit einer Figur weniger das Nachsehen. Das einzige Remis des Tages steuerte bald darauf Horst Sikorsky gegen Thomas Werner in einem ausgeglichenen Endspiel bei, sodass nach dem 3,5:3,5 die letzte Partie entscheiden musste.

Detlef Justen hatte recht früh den Vorteil eines Turms gegen einen Läufer erlangen können, musste sich aber lange mühen, bis er nach sechs Stunden den Widerstand von Irfan Redzepovic überwinden und den kaum mehr für möglich gehaltenen Siegpunkt erzielen konnte. Am nächsten Spieltag empfängt der FC im vorentscheidendem Spiel um die Meisterschaft den Tabellenzweiten Büchenbach/Roth.(dj)

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 14. Februar 2012 )
 
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